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Mainzer Team wandelt Biodiesel-Nebenprodukt Glycerin per Hybridelektrolyse in Ameisensäure und Wasserstoff um
Forschende der Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) haben ein neues Verfahren der „Hybridelektrolyse“ entwickelt, das Glycerin —das bei der Biodieselproduktion in großen Mengen als Nebenprodukt anfällt— in zwei wertvolle Rohstoffe umwandelt: Ameisensäure und Wasserstoff. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Advanced Energy Materials veröffentlicht. Anders als bei der konventionellen Wasserelektrolyse nutzt das Verfahren neben Wasser auch Glycerin als Ausgangsstoff, sodass an der Anode statt Sauerstoff Ameisensäure entsteht. Ameisensäure ist ein vielseitiger Rohstoff für die chemische Industrie, der heute überwiegend aus fossilen Quellen hergestellt wird. Das Verfahren erzeugt außerdem Wasserstoff, der als Energieträger dienen kann. Studienleiter Prof. Dr. Carsten Streb vom Fachbereich Chemie der JGU sagte, der Ansatz könne einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung der chemischen Industrie leisten. Unternehmen treiben diesen Wandel derzeit in großem Maßstab voran, um CO2-Emissionen zu senken.
